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Kennenlernen und im Tandem durchs Semester gehen: Die
Teilnehmer der sechs Pilotfakultäten (Psychologie,
Geowissenschaften, Philologie, Rechtswissenschaft, Geschichtswissenschaft,
Physik) mit den externen Trainern, den Begleiterinnen
der ifb und RUB-Rektor Elmar Weiler. |
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„Ach, ich sehe schon, Sie sind meine andere Hälfte!“,
erfreutes Händeschütteln, Austausch erster Eckdaten.
Was da am Buffet der Mensa wie ein Blind Date beginnt, ist
das Projekt „Lehren in der Fakultät“, das
die Stabstelle Interne Fortbildung und Beratung ins Leben
gerufen hat. Erfahrene Lehrende aus sechs Pilotfakultäten
und externe Trainer treffen sich hier zum ersten Mal, als
Auftakt ihrer Zusammenarbeit im Dienste besserer Lehre. Ziel
des Projekts ist es, Konzepte zu entwickeln, um junge Lehrende,
die zum ersten Mal mit ihrer Rolle als Dozent konfrontiert
sind, zu unterstützen, sie teilhaben zu lassen an der
Erfahrung von Experten – wie, das ist noch offen.
Alles ist offen
Genau diese Offenheit ist es, die das Projekt so besonders
macht, „bundesweit einmalig“, wie Dr. Christina
Reinhardt von der ifb als Kennerin der Szene unterstreicht.
Möglich geworden ist es durch Studienbeiträge. Reinhardt
und ihre Mitarbeiterinnen sind selbst gespannt, wie das Ergebnis
ausfallen wird. Eines ist nämlich von vornherein klar:
Es wird nicht in allen Fakultäten gleich ablaufen. Entsprechend
werden sich unterschiedliche Zeitpläne und Inhalte ergeben.
Schließlich sind auch die Personalstruktur und die Aufgaben
einzelner Mitarbeitergruppen von Fakultät zu Fakultät
verschieden.
Im Vorfeld gilt es nicht nur sich kennenzulernen, sondern
auch die eigene Rolle zu klären und sich überhaupt
bewusst zu machen, was gute Lehre ist. „Spaß“
sagen viele, „Gegenseitiger Respekt“, „Prozess“,
„Entwicklung“ werden genannt. Vom Projekt erhoffen
sich die meisten einen offenen Austausch und „Ideenklau“
für gute Lehre. Die externen Trainer werden beraten und
ihr Know-How aus der Personalentwicklung einbringen: Wie man
am besten lernt, sich an neue Aufgaben unter neuen Rahmenbedingungen
zu machen.
Erwartungsvoll und gespannt
Als nächstes werden sich die Lehrexperten mit ihren Tandempartnern,
den Trainern, alleine treffen und weitere Schritte besprechen.
Die ifb fungiert als Begleiter und Vermittler, später
dann auch des Erreichten in andere Fakultäten hinein.
Eines steht fest: Man will nicht auf ausgetretenen Pfaden
wandeln. Verpflichtende Veranstaltungsreihen für neue
Lehrende wurden gleich von allen ausgeschlossen. Schließlich
lernt man immer gegenseitig voneinander, was genauso für
Studierende und Dozenten gilt wie für junge und erfahrene
Lehrende, Lehrexperten und Trainer.
Die Stimmung zum Schluss könnte auch nach einem Blind
Date ähnlich sein: Erwartungsvoll und gespannt gehen
die Teilnehmer in den Feierabend.
Text und Foto: Meike Drießen |