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Foto: Babette Sponheuer

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Einen wunderschönen blauen Himmel und viel Sonne bescherte
Petrus der Ruhr-Universität zu ihrem 35. Sommerfest und schon
vor der offiziellen Eröffnung des Unisommerfestes um
fünf war auf dem Campus ganz schön was los: Es wurden
die ersten Falafel gegessen, die ersten Cocktails geschlürft
und die ersten Bands genossen, deren Beats die RUB zum Wackeln
brachten. Während im Audimaxfoyer die Kinder Schlange
standen, um sich ein „Funny Face“ schminken zu
lassen, wurden im Mensafoyer die ersten Einkäufe auf
dem gut besuchten Handwerkermarkt gemacht. Hier gab es allerlei
Handgemachtes von Seife über Gemälde und Postkarten
bis hin zu Kleidung und Schmuck. Auf dem Forum konnten einem
derweil die Augen übergehen; hier wappneten sich die
Falafelhersteller und chinesischen Köche für den
späteren Ansturm der Massen. Bergeweise Nudeln und Brote
stapelten sich noch.
Fast 500 Läufer beim Uni-Run
Um kurz nach fünf kamen dann die Läufer aus allen
Löchern: Um halb sechs startete der RUBissimo-Run, wer
sich nicht an die 21 Kilometer heranwagte, konnte um sechs
beim Campuslauf über fünf Kilometer starten. Eine
neu gestaltete, anspruchsvolle Strecke forderte beim Halbmarathon
heraus. Der Sieger stand nach 1:17:24 h fest: Christian Glatting,
schnellste Frau war mit 1:33:27 h Katharina Berke. Den Campuslauf
(5 km) entschied mit 17:32 min Alex Lubina für sich,
Sarah Jeleniowski kam mit 22:27 min als schnellste Frau ins
Ziel. Den Fakultätspokal, der alljährlich an die
Fakultät mit den meisten Teilnehmern beim Campuslauf
vergeben wird, konnte sich zum dritten Mal in Folge die Fakultät
für Biologie und Biotechnologie sichern. Die Biologen
brachten 98 Läuferinnen und Läufer ins Ziel (Platz
2: Fakultät für Medizin - 65 Läufer, Platz
3: Fakultät für Sportwissenschaft - 25 Läufer)
und dürfen den Pokal nun behalten.
Fußball - 4:4 gewonnen
Während die Teilnehmer des Halbmarathons noch liefen, lief
auch das Fußballspiel der Professoren gegen Mitarbeiter der
Verwaltung. Vom Ex-Profi und jetzigen Scout des VfL Bochum,
Uwe Leifeld, gecoacht und sehr offensiv eingestellt, lieferte
die Mannschaft der Professoren ein über weite Strecken überlegenes
Spiel gegen die Angestellten aus Technik und Verwaltung ab.
Die hatten - dank der Partnerschaft von Ruhr-Uni und VfL -
beim traditionellen Sommerfestkick um den Rektoratspokal jedoch
ebenfalls einen Trainerfuchs an der Seitenlinie: Frank Heinemann,
derzeit Co-Trainer der Bundesligamannschaft. Heinemann gelang
es, die nach einer fragwürdigen roten Karte numerische Unterlegenheit
der Verwalter durch gewiefte Taktik wettzumachen. 4:4 hieß
es am Ende vor über 400 begeisterten Zuschauern. Nachdem er
zwei Jahre in ihrem Besitz war, gaben die Verwalter den Rektoratspokal
hinterher freiwillig den Professoren.
Spektakuläres Finale
Je später der Abend, desto schwerer das Geläuf. Doch die vielen
heilen und kaputten Bierflaschen auf dem Forum konnten den
Genuss der beiden absoluten Höhepunkte nicht mindern. Kurz
vor halb zehn kam die Jazzkantine auf die Hauptbühne, fünf
Herren in Weiß, zwei im Rapper-Schlabber-Look und einer mit
Jeans und Sakko. Unter dem Jubel der bis zu 20.000 Besucher
spielten sie sich durch die 15-jährige Geschichte der Band
und gaben einen Vorgeschmack auf die nahe Zukunft. Im Juni
erscheint das neue Album "Hell's Kitchen" mit jazzigen Coverversionen
von "Highway to Hell", "Hell's Bells" und anderen Rockklassikern.
Die allerschönste Viertelstunde gehörte direkt im Anschluss
den Feuerwerkern auf dem Dach des NA. Um Punkt 23 Uhr schickten
sie die ersten Raketen in den wolkenlosen Nachthimmel, untermalt
von klassischer Musik. Von Minute zu Minute wurde dann das
Feuerwerk bunter, greller, spektakulärer - bis zum furiosen
Finale um 23.15 Uhr.
Spuren beseitigt
Besonderer Dank gebührt übrigens den Heinzelmännchen
von der RUB-Gebäudereinigung: Während die Festbesucher
noch ausschlafen durften, waren sie schon um fünf Uhr
morgens an Fronleichnam auf dem Campus unterwegs, um die Spuren
des Festes zu beseitigen. Schon am Vormittag war es wieder
sauber wie geleckt. Respekt!
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