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Brechend voll war das Audimax bei der zentralen Immatrikulationsfeier der Ruhr-Universität am 16. Oktober: So voll, dass nicht Platz genug war für alle Studierenden, die zum Start ins Studium zur allgemeinen Begrüßung kommen wollten. Manche verfolgten die Übertragung der Veranstaltung im Foyer, andere warteten auf dem Forum auf die eintreffenden Fachschaftsvertreter und Tutoren, und im Großen Saal musste Moderatorin Janine Horsch (CT das Radio) die Kommilitonen auffordern, die Treppenstufen freizuhalten. So saßen die Studierenden am Fuße der Klais-Orgel, standen in den Durchgängen, lauschten den Grußworten des Rektors, der Oberbürgermeisterin, von AStA und AKAFÖ, wurden vom „Geburtstagskind“ boSKop mit Rock ’n’ Roll und Capoeira unterhalten. Die „Bochumer Studentische Kulturoperative“, das Kulturbüro des Studentenwerks, wird in diesen Tagen 20 Jahre jung und feiert das Jubiläum gebührend.
Exzellenzinitiative und Studienbeiträge
Die Universität den „Neuen“ vorzustellen, stand in diesem Jahr im Zeichen zweier Themen: des großen Erfolgs der RUB am vergangenen Freitag in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder und natürlich der künftigen Studienbeiträge ab dem Sommersemester.
Mit der bewilligten „Research School“ sei die RUB die einzige erfolgreiche Universität aus dem Ruhrgebiet in der bundesweiten Exzellenzinitiative, betonte Rektor Prof. Gerhard Wagner in seiner Begrüßung. Er wies darauf hin, dass nahezu ganz NRW in der ersten Runde leer ausgegangen sei, vor allem die großen Universitäten in Köln, Münster, Duisburg-Essen und Dortmund. Auch Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, die die Erstsemester im Namen der Stadt begrüßte, knüpfte daran an: „Die Exzellenzinitiative ist ein Schritt in Richtung Elite-Uni. Nach dem Erfolg der Ruhr-Universität können Sie stolz sein, hier zu studieren“, sagte sie den rund 2.000 anwesenden neuen Studierenden.
Insgesamt haben sich bisher über 6.000 Studierende im 1. Fachsemester in der Ruhr-Universität eingeschrieben, die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das Interesse an einem Studium ist auch in Zeiten allgemeiner Studienbeiträge in NRW ungebrochen. In Bochum müssen Studierende ab dem Sommersemester 2007 für ihr Studium Beiträge zahlen – 500 Euro pro Semester. Rektor Wagner ging in seiner Rede auf die vor kurzem beschlossene Beitragssatzung ein. So seien zehn Prozent der Studierenden ganz oder teilweise von den Gebühren befreit, die Satzung enthalte zahlreiche Ausnahmen und Härtefallregelungen. „Niemand muss aus finanziellen Gründen auf ein Studium verzichten“, so Wagner. Den Erstsemestern versicherte er, dass das Geld ausschließlich zur Verbesserung von Studium und Lehre verwendet werde und die Studierenden dabei ein „maßgebliches Mitspracherecht“ hätten. Er forderte die Neuen auf, nicht nur von diesem Mitspracherecht Gebrauch zu machen, sondern überhaupt die vielfältigen Beratungs-, Freizeit- und Kulturangebote auf dem Campus zu nutzen und sich aktiv am Hochschulleben zu beteiligen.
Das gewohnte Bild
Ehe es soweit ist, müssen die „Neuen“ jedoch wissen, was sie in ihrem Studium erwartet, und so bot sich im Anschluss an die Veranstaltung das gewohnte Bild: Pappschilder unterschiedlicher Größe und Couleur auf dem Forum. Der Mathe-Fachschafter steht auf einem der Betonblumenkübel, um weithin sichtbar auf sich aufmerksam zu machen, der Studiengang UTRM (Umwelttechnik und Ressourcenmanagement) versammelt die „Erstis“ auf der Treppe zum HZO, aus dem Pulk auf dem Forum ragen „Chemie“, „Theaterwissenschaft“ und viele andere empor. Und so galt das traditionelle „Glück auf“ der Oberbürgermeisterin zum Studienstart auch jeder und jedem, zunächst mal das richtige Schild zu finden ...
Jens Wylkop
Fotos: Babette Sponheuer
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