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Senat debattiert über Studiengebühren
Fortgesetzte Senatssitzung am 22.5.2006 im Audimax
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pix pix Kein „klares Nein“ zu Studiengebühren

Der Senat der Ruhr-Universität hat beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die den Verbesserungsbedarf der Studienqualität erhebt und dem Senat Modelle zur Verwendung von Studiengebühren vorlegt. Das ist – im Wortlaut – das Ergebnis des Tagungsordnungspunkts zum Thema Studiengebühren in der Sitzung, die am 22.5. fortgesetzt wurde, nachdem Studierende am 27.4. den Senatssaal vorübergehend besetzt hatten.

Der Senat beschloss zudem, dass eine Arbeitsgruppe Einsparpotenziale an der RUB ausloten und Sparmaßnahmen vorschlagen soll. Das ist das Resultat des Tagungsordnungspunktes zur finanziellen Lage der Hochschule, die eng mit dem Thema Studiengebühren verknüpft ist.

Die Fortsetzung der Senatssitzung fand im sehr gut besuchten Audimax statt: Vor rund 1.800 Zuhörerinnen und Zuhörern debattierte der Senat über die Finanzsituation der RUB und über die Einführung von Studienbeiträgen. Die Diskussion verlief weitgehend sachlich, teils unterbrochen von Applaus, Unmutsbekundungen und Zwischenrufen. Erst nachdem ein Grundsatzantrag gegen jegliche Studiengebühren der studentischen Fraktion nicht angenommen wurde, stürmten rund 100 Studierende das Podium und sorgten lautstark für eine kurzzeitige Unterbrechung der Sitzung. Der Antrag sah vor, eine Kommission einzusetzen, die Einsparungs- und Einnahmemöglichkeiten an der RUB prüft – ohne Stellenstreichungen und ohne Studiengebühren dabei in Erwägung zu ziehen.

Mit knapper Mehrheit stimmte der Senat nach der Unterbrechung dem Antrag aus der Fraktion der Professoren zu: Die einzusetzende Arbeitsgruppe soll konkrete Vorschläge machen, um die Qualität der Lehre zu verbessern; sie soll auch Modelle entwickeln, wie Studiengebühren dazu beitragen könnten. Rektor Prof. Gerhard Wagner wies bereits in der Einleitung zu diesem Tagungsordnungspunkt darauf hin, dass die Hochschulen in NRW heute vor einer anderen Situation stünden als noch im Februar: Damals hatte sich der Senat der RUB in einer Resolution gegen Studiengebühren ausgesprochen. Nun aber liege in Gesetz vor, das den Hochschulen die Möglichkeit einräume, Studiengebühren „zwischen null und 500 Euro zu erheben“.

Mit seiner Entscheidung folgte der Senat der RUB nicht der Aufforderung der Studierenden, Studiengebühren mit einem klaren „Nein“ zurückzuweisen. Im Anschluss an den Tagesordnungspunkt „besetzten“ einige Studierende das leer stehende Querforum West (QFW), die ehemalige Übergangsmensa, die zurzeit nicht genutzt wird. Unter Federführung des "Protestkomitees" riefen die Studierenden dort die „Freie Universität Bochum“ aus.

Jens Wylkop
Fotos: Babette Sponheuer

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Letzte Änderung: 23.05.2006  | Impressum | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik